Chronik des Schützenverein Weissenau 1925 e.V.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde der Wunsch vieler Mitglieder des Krieger- und Militärvereins Weißenau nach einer Schießsportabteilung immer lauter. Deswegen wurde am 06.09.1925 eine Kleinkaliber Schützenabteilung unter Leitung von Georg Fiderer gegründet. Auf einem provisorischen Schießstand fand im Höllholz am 08.11.1925 das Eröffnungsschießen statt. Bis 1927 wurden dort das erste Vereinsheim und 5 Schießstände gebaut.

Aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem Württembergischen Kriegerbund und dem Württembergischen Sportverband wurde aus der Kleinkaliber Schützenabteilung Weißenau ein eigenständiger Verein unter dem Dach des Württembergischen Sport- und Schützenbundes.

1937 übergab Georg Fiderer das aktive Amt des Oberschützenmeisters an Josef Rueß und wurde zum Ehrenoberschützenmeister ernannt.

Während des 2. Weltkrieges wurde der Schießstand auch vom Militär genutzt. Nach Kriegsende wurde der Verein von der französischen Besatzungsmacht verboten und das Vermögen eingezogen.

Ab 22.02.1953 trafen sich mehrere Vereinsmitglieder unter Leitung von Josef Rueß zu regelmäßigen Übungsschießen im Gasthof Stern.

Die Neugründung erfolgte am 21.11.1953 und die Räumlichkeiten des Gasthofs Stern wurden sehr schnell zu klein. Oberschützenmeister Rueß stellte einen Antrag bei der Gemeinde wegen einem neuen Schießgeländes und durch Verhandlungen mit der Bleicherei konnte ein neues Schießgelände in der Mariataler Allee gefunden werden. Hier wurde das frühere Vereinsheim bis November 1954 wieder neu aufgebaut und am 27.03.1955 mit einem Eröffnungsschießen eingeweiht.

Im Dezember 1959 wurde Adolf Herter zum Oberschützenmeister gewählt und übernahm mit diesem Amt auch gleichzeitig die Aufgabe in den nächsten Jahren ein neues Grundstück zu finden, da der bisherige Standort von der Bleicherei aufgrund von Expansion wieder selber benötigt wurde.

1964 gründete der Schützenverein Weißenau eine Gymnastikgruppe für Damen, die bis Ende der 90iger Jahre fester Bestandteil des Vereins blieben und anschließend zum SV Weißenau wechselten.

1970 verstarb der Oberschützenmeister Adolf Herter und Dieter Kolb wurde sein Nachfolger. Dieser setzte unverzüglich die Verhandlungen mit der Gemeinde Eschach fort und am 21.04.1972 wurde nach zähen Verhandlungen die Ziegelwiese in Mariatal als neues Schießgelände ausgewiesen. Im Sommer 1973 wurde mit dem Bau des heutigen Schützenhauses begonnen.

1974 wurde als weitere Abteilung ein Fanfarenzug gegründet, der zwischenzeitlich ein eigener Verein ist, aber weiterhin gegenseitig gute Kontakte bestehen.

1975 wurde Rolf Mayer neuer Oberschützenmeister und konnte am 02.08.1978 das neue Schützenhaus eröffnen. In den Folgejahren bis 1982 wurde der 100 m-, 50 m- und Pistolenstand fertiggestellt.

Am 28.05.1995 trat Rolf Mayer zurück und der neue Vorstand, bestehend aus dem Oberschützenmeister Walter Staib, seinem Stellvertreter Hannes Lerchenmüller und dem Kassierer Helmut Weber, befassten sich unverzüglich mit der Neuorganisation des Vereins.

In der Hauptversammlung vom 16.04.1999 trat die Vorstandschaft geschlossen zurück und Walter Hüttl wurde zum Oberschützenmeister gewählt. Wolfgang Knödler übernahm die Stelle als Stellvertreter.
In dieser Zeit begannen die großen Baumaßnahmen, wie Umbau des bisher offenen Pistolenstandes zu einer modernen Raumschießanlage, Neubau des 10 Meterstandes und Neubau der Kugelfänge auf dem 50 und 100 Meter Stand.

In der Hauptversammlung am 23.11.2007 legte Walter Hüttl sein Amt als Oberschützenmeister nieder und übergab dieses an Wolfgang Knödler. Richard Scheerer wurde sein Stellvertreter.

Im Jahr 2009 wurde das Amt als Stellvertreter von Klaus Wohlhüter übernommen.
Jetzt begannen weitere Umbaumaßnahmen wie Erneuerung der gesamten Küche und Sanierung der sanitären Einrichtungen.

Am 17.11.2017 wurde Ulrike Dreher als neue Stellvertreterin gewählt.
Diese übernahm dann im Jahr 2019 die Stelle als Oberschützenmeisterin und Sascha Maier unterstützt sie seitdem als ihr Stellvertreter.